Band 
Zwölfter Theil.
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6z2 Von der Philosophie.

len benachbarten Rcpubllken viel geheimeKundschafter hielte, und alle Adg sandten,

die sich mit ihm in Unterhandlungen einlassen

sollten, mit Gelde zu bestechen wüßte. Le-nocrares ward, Mit einigen andern Athe-niensern , an den Philippus abgeschickt.Dieser P mz, der die Kunst verstand, sichin die Herzen emzuschlerchen, gab sich in-sonderheit Mühe, den Lenocrates zu ge-winnen , d ssen Ruhm und Verdienste erkannte. Da er sah, daß ihm durch Ge-schenke und durch den Eigennutz nicht beyzu-kommen war, so suchte er ihn durch eine an-genommene Verachtung und schlechte Be-gegnung umzustoßen. Er li ß ihn nicht zuden Berathscklaqunqen, die er mit den an-dern Athenienstschen Gesandten hielt, wel-che durch seine Schmeicheleyen, seine Frey-gebigkeit, und seine Gastmale schon besto-chen waren. Unser Philosoph, der in sei-nen Grundsätzen fest und unveränderlich war,behielt alle seine Unbiegsamkeit und Unschuld;er blieb, von allem ausgeschlossen, meinervollkommnen Ruhe, und erschien weder beyden Verhören, noch bey den Gaftmalen, wieseine Collegen. Als sie nach Athen zurück-kamen , so bemühten sich seine Collegen mitvereinten Kräften, ihn bey dem Volcke an-zuschwärzen, und beschwerten sich, daß er