Band 
Zwölfter Theil.
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718 Von der Philosophie. !

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Lehrgebäude gebracht worden? Wie hak !er einen so grossen Haufen von Anhängernerhalten können, da er ihnen Meynungenvortrug, die einen jeden vernünftigen Men-schen abschrecken konnten? Wie haben gan-ze Völker, die sonst wohl unterrichtet gewe-sen sind, und so schöne Verfassungen gehabthaben, diese Lehre bis auf unsre Zeiten be-halten können?

Es ,st bekannt, daß Pythagoras undalle alten Philosophen, als sie zu pmlofophi-ren anfienqen, die Lehre von der Unsterb-lichkeit der menschlichen Seele unter al-len Völkern als eine gewifie Wahrheitangenommen fanden , unv das ist derGrund, aufweichen Pythagoras, wie andre,ferne Lehre zu bauen und bekannt zu machenanfing. Allein als man bestimmen sollte,was aus dieser Seele, nach der kurtzen Ver-richtung, einen menschlichen Cörpor zu bele-ben , endlich würde: So blieben Pythago-ras und alle Philosophen Mit »hm ve< wirrtund beschämt, und konnten nichts sagen,was einen vernünftigen Mann beftiediqenkonnte. Sie konnten sich nicht mit den Ety-sä-scheo Feldern für die Tugendhaften nochMit dem Styx für die Lasterhaften, das al-les lauter poetiiche Erdichtungen waren, be-friedigen. Diese Beschafftlgung der glück-

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