Band 
Zwölfter Theil.
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788 Von der Philosophie.

sen sind, daß das gegenwärtige Leben gegendie unendliche Dauer unsrer Seelen nur ein ^Augenblick ist: So hat sie doch nicht abge-halten, auf dieses Leben von einem Augen-blicke alle ihre Betrachtung, alle ihre Auf-merksamkeit zu wenden. Dasjenige, wasin dem andern Leben seyn wird, war nur dieBeschäfftigung einiger unfruchtbarer Unter-redungen, aus denen sie nicht die geringsteFolge weder für ihre eigne Aufführung, nochfür dw Aufführung andrer zogen. Diesevorgegebnen Weisen kannten alles, sichselbst ausgenommen, sie wüsten die beson-dre Absicht eines jeden Dinges, nur nichtdie Absicht des Menschen, und können alsomit Recht als Unsinnige angesehen werden.Denn das heißt unsinnig seyn, wenn mannicht weis, was man ist, oder wozu manbestimmt ist; wenn man seinen Endzweckund die Mittel dazu zu gelangen nicht kennt;wenn man dasjenige weis, was überflüßigund fremd ist, und in dem blind ist, wasunsre Person angehet, und nothwendig ist.