Von der Philosophie. 799
Eben dieser Epicur * erklärt sich, er kön- v. Finw.ne nicht einmal begreifen, daß noch einander Gut sey, als dasjenige, welches ve-r.n».im Essen, Trinken, in der Harmonie''angenehmer Töne und in den geheimenWollüsten besteht. Sind dieses nicht sei-ne eignen Worte, sagt Cicero! An baeeab eo non äicumur?
Wenn man voraussetzte, daß er eine sol«
! che Lehre vertheidigte, dürfte man denn als! len den herrlichen Reden noch den gering-sten Werth beylegen, die er sonst von derTugend und Ehrbarkeit hielte? Man ur-Z^Atheilte davon, wie von den Büchern, die er'.-.«s.'von der Gottheit geschrieben hatte. Man "war überzeugt, daß er in seinem Herzengar keine Götter glaubte. Unterdessen re-dete er in diesen Büchern von der Ehrfurchtgegen sie in prächtigen Ausdrücken, damit erseine wahren Meynungen und seine Personin Sicherheit stellte, und sich von Seitender Athenienser keine Verdrießlichkeit zuzö-ge. Sein Vortheil erforderte es eben sosehr, eine so verhaßte Lehre zu verbergen,
! als diejenige ist, daß das höchste Gut inder Wollust bestehe.
Torquatus, welcher die Lehre des Epi-U H^curs vertheidigte, suchte sich die Stelle sehrzu Nutze zu machen, wo dieser Philosoph
sagt,
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