826 Von der Philosophie.
Nothwendigkeiten und Dienstleistungen,wel-che unter ihnen eine vortreffliche Verbin-dung veranlaßt. Die Reichen brauchenNahrungsmittel, Kleider, Häuser. Wo-hin würden sie gerathen, wenn in einemniedrigern Stande nicht Leute wären, wel-che dazu bestimmt sind, ihnen alle dieseNothwendigkeiten zu verschaffen? Die Vor-sehung hat, wie Plato sagt, durch die Er-richtung verschiedner Stände, welche dieNothwendigkeit veranlasset hat, dafür ge-sorgt. Wenn alle reich wären: so würdenweder Ackeröleute, noch Maurer, noch Ta-gelöhner seyn. Wenn alle arm wären: sowürden weder Prinzen, noch obrigkeitlichePersonen, noch Generale seyn, die andernzu regieren , und zu beschützen. Diese ge-genseitigen Bedürfnisse haben die Städte er-bauet, und in den Umfang einer Mauer ei-ne Menge Menschen von verschiednen Gesschäfften und Handthierungen versammlet,und mit einander vereinigt, welche alle zum!gemeinen Besten nothwendig sind, und un-ter welchen folglich keiner von dem, der dieHerrschaft hat, versäumt, vielweniger ver-achtet werden darf. Aus dieser Mannig-faltigkeit von Fähigkeiten, Ständen, Ver-richtungen, und Handthierungen, welchewegen dieses gegenseitigen Verhältnisses und
wegen