Band 
[Theil II.]
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I. Von der Bildhauerkunst. 6z

einiget worden wären. Die Alten haben sie beyWeiberköpfen an den vorder« Theilen niemals auf.die Achsel fallen lassen, und bey Mannsfigurensieht man sie fast stets in einer gleichen Lage undOrdnung. Sie sind meistens in der Mitte ge-theilt, und ein Theil hier, der andre dort von derStirne weg, über die Hälfte der Ohren gezogen;sie stehen alle rückwärts, und von da fallen eini-ge auf die Achsel, einige aber rückwärts auf denHals.

Auf der Stirne ist ein Band, welches umden ganzen. Kopf geht, und denselben gleichsamumringet. An der Venus und am Apollo findetman über gedachte Ordnung hier und da Haare,und davon in der Hohe der Stirne eine andreVerknüpfung, welches aber nicht rathsam ist,weil es, anstatt zu zieren, viele Artigkeit von denkleinen Locken, Wellen und von Widerscheinenbenimmt.

Das schönste ist, die Massen der Haare inmehr Zöpfe oder Theile abzusondern, so, daß ei,ner in den andern geflochten sey, und jener Theil,welcher von seiner Wurzel aus in die Höhe geht,in seinem Schwünge sich erniedrige, und wiederhineingebogen werde; diejenigen Theile aber, welchevertieft sind, sich erheben und steigen, damit dieWellen nächst den geraden Haaren und ihrerAuseinanderfliegung zu liegen kommen, die Mas-sen aber allezeit einen Contrast machen, und dieTheile, welche oben sind, mit den Theilen in der

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