Band 
[Theil II.]
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64 l. Von der Bildhauerkunst.

Vertiefung sowohl links als rechts übereinstim-men. Daß nächst am Nackenden keine Wider-scheine seyn; daß man in der Arbeit mit dem ge-spaltenen Eisen oder Hundszahn fortfahre; daßman durch dem Bug der Haare unvermerkteMassen entdecke, und endlich in einer Stufe derHaare hin und wieder mit Artigkeit eineZerstreuungverursache, und Achtung gebe, daß der männli-chen Haare nicht zu viel und nicht zu wenig sind.

Das Antique hat die Haare von Massen ab-geklaubt, und dieselben gleichsam durch einenKamm aus einander getrieben, auch zertheilt, undWiderscheine von wunderbaren Durchbohrungenbeygefügt.

Die Regel der schönsten Haare ist, daß dieMassen einen guten Contrast machen, unv durchdie Aushöhlungen nicht zusammen treffen; daßbey einer dicken Gruppe ei» niederer Pmtz sey,mithin ein naher Theil mir dem andern jederzeitin eine Gegenstellung komme. Allein der grös-seste Kunstgriff im Bark und in den Haaren,welcher eine ausnehmende Reizung macht, ist eineeingebildete sanfte Bewegung der kust oder einessanften Windes, als wenn er in die Haare flat-terte, dieselben mit einer Anmuth in Verwirrungseßre, und sie stets von der Wendung des Ange-sichts abwärts wehete; wodurch sich eine nicht ge-ringe Anmuth einschleicht.

Die Bärte müssen sich am Kinn erhöhen, undan ihren Seiten sich theilen, damit die Wangenund Backen nicht verdeckt werden.

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