Band 
[Theil II.]
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7o l. Von der Bildhauerkunst.

Hier kann man bemerken, daß Jupiter,Apollo und die Juno die Augen groß und rundgewölbt, doch enger als gewöhnlich, in der Langehaben, um derselben Bogen desto erhabener zuhalten. Die Pallas hat auch große Augen, ihroberes Augenlied ist aber mehr gesenkt, als an an-dern Gottheiten, um ihr einen züchtigen, und jung.fraulichen Blick zu geben. Die Venus aber hatdie Augen kleiner, und das untere Augenlied,welches in die Höhe gezogen ist, bildet das lieb.reizende und schmachtende Wesen.

§- -Z-

Don der Nase.

Die Nase ist die Richkerinn des Geruchs,eine Herberge der Lebenslust, eine Zierde des An-gesichts, und zwar eine so nothwendige Zierdej,deß es ohne dieselbe ganz ungestalt und häßlichwäre.

Wenn man die Nase macht, so muß man sieeher lang oder groß, als klein, und eher hoch, odereiner Adlernase gleich, als eingebogen machen. DieNase ist an ihrer Spitze gemeiniglich so hoch, alsbreit. Ihre Höhe theilt sich zwischen den Na-senlöchern und ihrer Höhe. Dieser Raum zwi-schen der Nasenspitze und dem Anfange des Buckelswird in vier Berge eingetheilt, davon auf jederSeite einer ist; der unterste Theil füllt jederzeit dieHöhle an den Nasenlöchern; höher aber füllt er

das