Band 
[Theil II.]
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und Bildhauer, nebst ihren Werken, z zz

noch heute zu Tage seine Gemälde im Farnesi-scheu Palast, wo Annibal seine achtjährigeschwere Bemühung mit grossem Verdruß endig-ten. Der Cardinal Odoard Farnese hatte ihmversprochen, er wollte ihn fürstlich belohnen, wes-wegen auch Annibal der Hoffnung lebte, seineZufriedenheit zu erlangen. Ein Günstling desCaidinals, 6iovanni cli Saiiro aus Spanien,rechnete aber jeden Bissen Brod, den Annibalacht Jahre hindurch genossen hatte, zusammen,und brachte ihm endlich von ungefähr 500 Scudid' orv, welches ungefähr 1500 fl. sind. Annibalverfiel hierauf in eine solche Sckwermüthigkeit,daß er keinen Pinsel mehr anrührte, sondern seineSchüler arbeiten ließ.

Aynibal war ein Feind des Stolzes, oftkleinmüthig, aber auch bisweilen munter, undallezeit wihig. Als ihn einmal ein würdigerMann, einer von seinen guten Freunden um denUnterschied zwischen Raphaelen und Titianenfragte; so sagte er: Tittan habe zur Lust, Rarphael aber zur Verwunderung gemalt. Daman ihn weiter fragte: ob Guido besser male,als Domünchino, so antwortete er, daß Guidoder Meister, Dominichmi) aber der Schüler zuseyn scheine, jedoch glaube er, daß der Schülermehr verstehe, als der Meister. Man will ver-sichern, daß er auch die Art der Caricaturen er-funden habe, weil er eine diesem oder jenem ähn-liche Zeichnung ohne Mühe entwerfen konnte,

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