Band 
[Theil II.]
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Z52 !X. Kurze Geschichte einiger Maler

Falten über denLeib mit andern Theilen verschlun-gen bis über den linken Arm an der Hand, vonwelcher er abwärts zurück fallt, wodurch dieSchönheit dieser Faltentheile immer größer wird."Denn weil der Mantel unter der Brust von derrechten zur linken Seite in verschiedene HangendeFalten und Biegungen zertheilt als Tuch aufTuch herunter fallt; so wird darunter von derrechten Lende her ein großer Raum, oder einebreite Masse formirt, welche sich um den rechtenSchenkel und Fuß mit einer am Ende umgeschla-genen Falte herum windet, zu welcher Masse vonder linken Lende her die hcrabgeschwungenen Fal-ten sich vereinigen, und beyde Füße unbedeckt se-hen lassen. Die Kunst ist so stark darinn, daßalles ein leichtes, biegsames und geringes wol-lenes Tuch, und keinesweges ein Stein zu seynscheinet. Die Falten sind unter den Gliedmaas-sen so geschickt auseinander gezogen, und so an-genehm zusammengebracht, auch auf dem Na-ckenden so wohl ausgebreitet, daß sie die Figurauf die zierlichste Art ausdrücken. Hieraus er-kennet man die Kunst, das Erhabene der Gliederim Gewände zu erleichtern, und leere Gegendenanzudeuten, auch sogar aus verwickelten Biegun-gen große und breite Falten heraus zu bringen.

Was das Nackende und die übrigen Theileder Statue betrifft; so wendet der Heilige, da erden Himmel betrachtet, den Kopf nach der rech-ten Seite, und bieget die Brust durch eine ruhigeStellung ganz sanft auf die linke Seite.

Da