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[Theil II.]
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Z54 lX. Krrrze Geschichte einiger Maler

vollkommnes Vergnügen empfindet, sonder»auch in eine große Erstaummg gerathen muß.Der Künstler hakte nicht Ursache, seinen Namenzu verschweigen, so mißgünstig auch seine Wider-sacher denselben ansahen. Er sehte ihn unterden erhabenen rechten Fuß der Figur mit diesenWorten:

kr»n. äe Lrurcl. tsc.

So einhellig nun dem Fiamengo der Sieg überseine Gegner von ganz Rom zugetheilet ward, soheftig loderte das Feuer des Neides ^ unter derAsche. Die Statüe wurde an ihrem bestimm-ten Ort aufgestellt; weil sie sich aber daselbst all-zu ansehnlich zeigte, so wurde sie wiederum weg-gebracht, und unter dem Verwände an eine an-dre Stelle gesetzt, daß es der Rang des heiligenLongin also erforderte. Des Fiamengo Klageund Verdruß, das Licht, der Schatten und derAugenpunkt, die ungeheuer große Abänderungdes Anblickes, und alle Einwendungen halfennichts. Der Apostel Andreas mußte dem Longinden Rang lassen, und man muß itzo um die Sta-tüe fast herum gehen, wenn man alles sehen will,was Fiamengo zu zeigen sich fünf Jahre bemühthatte. Ungehindert aller dieser Umstände aberbehauptet dennoch der Stein unsers Fiamengoden Vorzug. Diese zufälligen Nebensachen die-nen Bildhauern zur Ermahnung, daß sik sich be-streben sollen, den Ort, das Licht, die Höhe, denUmfang der Stelle wohl auszukundschaften, wo

ihre