und Bildhauer, nebst ihren Werken. 357
nichts mehr; er ihnen antwortete: Es ist wahr!ihr habt nicht Unrecht! allein das Urbild ist euchunbekannt, welches mir noch in meinem Gedächt-nisse schwebt.
In seinen Kindern wurde der Marmor zuFleisch, und die ihm nachahmten, und ihr Werkverbessern wollten, verfielen meistens in den Feh-ler, ihre Hände, Füße, Köpfe und Bäuche nochfieischiqter zu machen; wodurch alles wider dieWahrscheinlichkeit zu streiten schien. Man weis,daß Michelagnolo aus Kindern gemeiniglichjunge Herkules machte. Raphaels Kinder findanmuthig. Tltian und Correggio bildeten siemit Zärtlichkeit. Anniba! Carracci kann zwi-fchen diesen beyden mitten inne stehen. Am vor-trefflichsten aber wurden sie unter dem Pinsel desDomimchino.
Rubens hielt unserm Ftamengo in einemSchreiben an ihn die größeste Lobrede. Als erihm einsmals verschiedene von seinen Gypscn zu.schickte; so wünschte er ihn bald im Vaterlande zusehen, damit er dasselbe durch seine Arbeiten unddurch seinen antiquen Geschmack verherrlichenkönnte.
Weil wenige Bildhauer Gelegenheit haben,Rom zu sehen, so zeige ich den Liebhabern dieserKunst oben beschriebenen heiligen Andreas undden heiligen Longin in Kupfer gestochen, damitsie nach ihrer Einsicht davon urtheilen können.Er befindet sich in dem Werke, welches der PaterZ z Bonanni