und Bildhauer, nebst ihren Werken. z6z
Künstler zur Nachahmung. So verwunderungsrwürdige Üeberblerbsel des Alterthums der Bild,Hauerkunst wußte niemand so geschickt zu ergänzen,avenn es ja jemand gewagt haben sollte, als unserPorta, welcher dadurch den vornehmsten Grie-chen den Vorzug weit mehr streitig gemacht hat,als Michclagnolo Bonarotti durch seinen Chri-stus in der Kirche a!Ia Minerva, und den ^lo-ses ä 8. ?ie:ro in vinculis.
Wer sollte wohl glauben, daß diese und der-gleichen Kunststücke zu unsern Zeiten unter dendeutschen Künstlern bereits schon große Nacheifereterzeuget haben, welche nicht nachlassen, durch ihrenMeisel endlich das schöne Antique und die unver-gleichliche Natur zu erreichen, wofern Hunger,.Mißgunst und Neid den Weg darzu nicht versper-ren, wie es in allen Landern geschehen, und nochimmer gewöhnlich ist? Jedoch, der Neid verzehretsich selbst eher, als er die Künste von ihremWachsthum zurückhalten kann. Ihr muntererFleiß macht, daß sie mitten unter den Hecken vonDisteln und Dornen empor steigen. Ihre Blü-then und Früchte prangen vor meinen Augen;sie sind mein Vergnügen, und ich wollte wünschen,daß ich zu ihrem fernern Wachsthum noch mehrbeytragen könnte, als jene, welche nur mit Ver-. achtung und Stolz auszurufen pflegen: Was unshier vorgeschwatzt wird, haben wir schon langegewußt. Diese Stimme ist viel zu schwach, denKünsten die Hand zu biethen.
Man