Band 
[Theil II.]
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z 64 IX. Kurze Geschichte eimger Maler rc.

Man weis, daß unsre Vater schon alles ge«wußt haben, was wir unsern Söhnen vorschwa.Hen. Ja ich will auch noch hinzu setzen, daßderjenige nicht alles wisse, welcher den Ausspruchthut: das ist eine bekannte Lehre, Nachricht, oderein abgedroschener Kram. Ich will aber wetten,er weis nicht, daß dieses alles zusammen sowohlsehr vielen Kunstgenossen, als auch einem oderdem andern Gelehrten unerhörte Sachen sind.Und eben diesen zu Gefallen hat sich die geschäff^tige Feder bemüht alles so hinzuschreiben, wie esden Schülern zum Nutzen, und den Kennern zumVergnügen gereichen kann, ohne zu fragen, ob.es andre schon wissen, oder nicht. Diejenigen,welche dieses Werk nur stückweise durchblättern,werden für ihren Geschmack nicht so viel Nahrungfinden, als diejenigen, welche es in gehörigerOrdnung durchlesen und dasselbe studiren wollen,ohne sich lange zu besinnen und nachzugrübeln,ob ein Grieche, ein Lateiner, ein Franzos, oderein Engländer schon alles, was darinn enthaltenist, ausgebreitet habe. Dergleichen Bemühungverschafft einem deutschen Genie wenig Nutzen,der diese Sprachen nicht versteht.

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X. Beschrei-