X.
Beschreibungverschiedener Gemälde.
Ar>enn man die asten Landschaftmalereyen einesClaudius von Lothringen, eines Jacobvon Arwis, eines van Üben und van Baalen,Dominichino, Rubens, Titian, und Poußinohne Figuren, oder Stafirung, wie sie einige nennen,betrachtet; so hat man zwar das Vergnügen, seinAuge durch die schönsten Landesgegenden zu er-quicken. Allein, dieser Anblick verschwindet bald,und reizet zu keinem angenehmen Aufenthalt; da»her haben diese Künstler, um den Beobachternicht allein auf ihren Feldern und Bergen herumwandern zu lasten, ihre Gemälde mit Menschenund Thieren besetzt, und eine solche öde oderwüste Aussicht lebhaft gemacht. Denn wo sichnichts bewegt, wo alles stille und unbelebt ist,daran findet das Vergnügen keinen GeschmacksDer Mensch ist allzu gesellig, als daß er sich langemit Vergnügen in der Einsamkeit aufhalten könnte.Diese großen Künstler waren mit wenigen Figu-ren nicht zufrieden; sie wollten den Zuschauerauch entzücken, ermuntern und aufmerksam ma-chen. Sie stellten^also in ihren Landesgemäldenauch Fabeln, angenehme oder traurige Zufälle un-ter Menschen und Thieren vor, und allerhand
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