5 66 X. Beschreibung
Begebenheiten mußten das Land zieren. Mansah Geschichte, welche den Zuschauer selbst inVerwunderung sehten. Was wäre die berühmteLandschaft des Domimchino in der borghesischenGallerte zu Rom ausser den Lustbarkeiten, welcheDiana dort ihren Nymphen macht? Sie badensich, sie laufen um die Wette, sie schießen Grupp.weise mit Pfeilen auf einen Reiger, sie treffenihn, und sehen dadurch die ganze Gesellschaft inErstaunen. Man sieht unter andern in den Gel-berden einer Nymphe, daß sie den glücklichstenPfeil abgeschossen hat. Und welcher Zuschauersollte nicht zum lachen bewegt werden, wenn errief im Gesträuche zwey Baurcngesichter erblickt,wovon eines lächelt, und das andre einen Fingerauf den Mund legt, beyde aber schalkhaft dieserJagdlust ingeheim zusehen? Sollten derglei.chen Gemälde unsre Landschaftmaler nicht ermun-tern, auf dergleichen Compos,klonen ihr Augen-merk zu richten, und nachzusinnen, was ihre Ar-beit angenehm machen könne? Sollten, sage ich,solche Malereyen nichtgeschickt seyn, den Geschmack,oder die Denkungsart derjenigen zu verbessern,welche nur eine zerstreute Menge von Bergen,Bruchstücken, Bäumen, Gewässern und Feldernohne Zusammenhang in siebartigen Lichtern, zer-hackten Schatten, und ohne irgendswo einer MassePlah zu geben, auf ein Gerathewbhl Hinmalen, dieLander, Gewächse, Kleider und Thiere vermen.gen, und mitten unter deutschen Wäldern ephe-sische Tempel mit ssrischen Thieren sehen lassen?
Vorn