Band 
[Theil II.]
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verschiedener Gemälde. Z67

Vorn Colorit will ich nichts erwähnen, welchesbey den meisten von der Natur abweicht, und nurder angewöhnten Manier Unterthan ist; daheroftmals so flüchtig forteilet, daß alle Gegenständeohne Ausnahme entweder grün oder röthlicht,braun oder gelb, mehlfarb oder kothicht, einenKenner in Mißvergnügen stürzen. Ich willnicht einmal den Pinsel erwähnen, welcher nichtsanders zu verfertigen weis, als vielfältige über-einander fallende Berge, Felsen, Häuser undBaume, welche aus der Tiefe des Gemäldes her-aus und über den Vorgrund stürzen, mithin einesehr flach hingefarbte so genannte Landschaft vor-stellen sollten. Nichts vergnügt mich mehr, alseine geschilderte Landesgcgend, in welcher ich allesin seiner natürlichen Farbe sehen kann. Ueber-all dringet mein Blick in die entfernten Gegendendurch Gebüsche, Bäume und Thaler. JederGegenstand zeigt sich immer mehr in der Entfer-nung. Der Himmel selbst spiegelt sich bisweilendurch allerhand artige Wolken hier oder da in rurhigen Gewässern, welche machen, daß die Gegen-den auseinander weichen. Die flamländischenSchulen nennen solche Durchsichtigkeiten dieSeelgen des Gemäldes. So natürlich einMensch von einer Gegend zur andern spazierenkann, so natürlich geht auch das Auge des Beob-achters vom Licht in die Schatten, und so findetes sein Vergnügen, wenn es immer aller Ortenhin - und durchsehen kann. Eine Aussicht zwi-schen Bergen, Bäumen und Häusern befriediget