572 X. Beschreibung
„rers und des Pferdes sowohl, als der Mantel,„werden vom Winde zurück geweht.
„Die Maler, welche nur anmuthige Figuren„vorzustellen wissen, sind niemals weiter, als auf„das Mittelmäßige gekommen; Poußiti aber ist„bis in den Geschmack des Antiquen gedrungen.„Er malt die Handlung, die Bewegung, belebt„die Figuren, und drückt die Leidenschaften der„Seele aus.,,
„Weiter vorwärts findet man eine grüne Ge»„gend, nach welcher ein sandigtes Feld erscheint.„Auf jenem Grase sieht man drey menschliche Fi-„guren: eine steht weiß gekleidet mit großen flat-ternden Falten; die andern aber sitzen neben ihr„an einem Wasser, wovon eine aufder Cither spielt.„Am Ende dieses grünen Rasens sieht man ein„viereckigtes Gebäude, welches mit halb erhübe-,ten Bildhauereyen, mit Blumen, Laubwerk und„Festonen, übrigens mit einem guten Geschmack„von der simpelsten und edelsten Baukunst geziert„ist. Es scheinet ohne Zweifel das Grabmaal„eines Bürgers von Athen zu seyn, welcher vcr-„muthlich mit weniger Tugend, aber mit mehr„Glücksgütern, als Phocion, dieses Zeitliche„gesegnet hat.,,
Durch oben erwähntes Wasser hat Poußmden bey Athen vorbey fließenden Strom IlissuSvorgestellt, dessen Wasser hell und klar ist. Derheitere Himmel, der in diesem Flusse gemalt ist,sich darinn gleichsam spiegelt und einen Wider.
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