Band 
[Theil II.]
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verschiedener Gemälde. z8i

det sieht. Beyde Hände sind halb geschlossen.Ein Knye erhebt sich, der andre Fuß aber ruhethalb ausgestreckt unter dem blauen Gewände.Diese ganze Anlage, das Angesicht, die Lippen,die betrübten Augen, alles zeigt den äußerstenSchmerz des Durstes und erregt Mitleiden. Ne-ben ihr rückwärts halt ein Kind seine Hand andie Brust der Mutter, und seufzet um Wasser.Diese schöne Gruppe macht auf der linken Seitedes Gemäldes den Vorgrund und den Beschluß.

Mitten und tief im Gemälde nahe am Felsenund fallenden Wasser hinter dem Jünglinge, dernach dem Kessel langet, sieht man ein Weib bisan die Achseln, welche sich ausstreckt, liegt, undden Mund in den fortrinnenden Strom hinein halt,und sich mit trinken erquickt. Weil sie aber da-durch sich allzu lange aufhält; so wird hinter ihreine andre ungeduldig, greift sie bey der Achselan, um sie zu nöthigen, daß sie aufhören soll, in-dem ihr Kind, welches auf ihrem Arm sich anihre linke Brust hält, die Hand auch gegen dasWasser ausstreckt. Dieses Weib ist auf derBrust mir einem blauen Tuche vom Hals an be-deckt, und sonst nach ägyptischen Gebrauch aufdem Kopf umwunden vorgestellt. Nahe bey ihrsteigt ein Jüngling am Felsen in die Höhe, er-hebt mit beyden Armen ein Gefäße mitten in denherabfallenden Strom. Er läßt es voll werden,und giebt zu erkennen, daß es ihm beynahe zuschwer, er selbst aber der Gewalt des Wassers zuschwach sey. Man sieht ihn bis an die Lenden,

seine