Band 
[Theil II.]
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28L X. Beschreibung.

seine Achseln sind im Schatten, das halbe Gesichtaber und die beyden Arme im Licht.

An der rechten Seite hinter dem Moses undAaron, wie nicht weniger hinter und um den Fel-sen, erscheinen viele Gezelter im Schatten. Sonstaber verbreitet sich linker Hand in der Weite eindürreö Land, bis an das arabische Gebirge.

Dieses Gemälde war Poußins Vergnügen,daher machte er verschiedene Schizzen und Copienmit eigener Hand davon, wovon eine zu Versailleszu sehen, in welcher weit ins Feld hinaus zwo Fi-guren, ohne Zusammenhang der Anlage, mehr er-scheinen,«^ im hier beschriebenen Gemälde. Manfindet beyde in Kupfer gestochen. In der kaiser-lichen Bibliothek zu Wien kann man beyde mitVergnügen betrachten, wo Poußins Werke un-ter den Kupferstichen beysammen prangen.

Schrecken und Vergnügen in einem

Landschaftsgemälde.

Ungefähre, eigensinnige oder zufällige Er-findungen stehen den Künstlern sehr wohl an, wennsie sich von der Natur, von der Wahrheit, vomWohlstände, vom gemeinen Sinne und von derWahrscheinlichkeit nicht entfernen. Mit dieserEinschränWg kann sich die witzige Erfindung',wenn sie auch bisweilen ausschweifend ist, be-schäfftigen, wie sie will. Dieses ist es, was Ho-raz durch sein kuüoribuz versteht. Das Feuereines muntern und arbeitsamen Malers läßt sich

nicht