von mosaischen Gemälden. 4OZ
Christophans fand in seiner Studier ° und Ar»beitwerkstatt am Dominichino nichts mehr nach-zuahmen; daher ließ er seine mosaisch gemaltenPeperinsteine wiederum von einander absondern,auf den Boden legen, in die Kirche überführen,und allda an demjenigen Orte, wo vorher dasUrbild fast hundert Jahre zur Bewunderung ge-dient hatte, Stück vor Stück auf einander sehen,einmauren, und mit kupfernen Klammern beve-stigen, weil die eisernen verrosten und nach undnach sowohl die Mauren als Steine zerspringen.Hier sah ich nun den heiligen Sebastian wieder-um in seiner vorigen Pracht, ausser, daß er rauhund ohne Glanz war.
Die Gerüste blieben, und die Künstler un-ternahmen eine neue Arbeit; sie mußten die Ab-schnitte zwischen den Steinen und ihre Zusam-menfügungen ergänzen, welche sie mit Kitte wie-derum anfülleten und sie mit gehörigen mosai-schen Gläsern besetzten, damit die zusammenge-mauerke Fläche wiederum ganz erschiene. Alleswurde noch einmal untersucht, verbessert und zuseiner Vollkommenheit gebracht. Endlich beve-stigte man durch Seile und Maschinen das kiesel»steinerne und bleyerne Gewicht, um die ganzeFläche des Gemäldes durch Wasser und feinenSchmergel so zu schleifen, daß sie glänzte. Danun auf solche Art alles wie ein Spiegel glänzte;so erschien die mosaische Maler-ey weit ansehnli-cher, glühender, saftiger und lebhafter, als sie imCc r Urbil»