Band 
[Theil II.]
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XU. Die Architektur. 4 l r

daß du von den Künsten, diesen geliebten Zög-lingen eines glückseligen Staates, als von so vielverlassenen Gliedern desselben schreibest. Laßdiesen deutschen Beherrscher desjenigen sich erin-nern, was er mit ausnehmendem Vergnügen ge-sehen hat; so wirst du gewahr werden, wie mäch-tig der Blick eines solchen Weltfürstens ist, einenkleinen Kreis von wackern und herzhaften Künst-lern in einen weitem Umfang zu verbreiten, unddenselben zu verherrlichen. Du wirst erfahren,wie die große Schaar deiner Paladinen, welcheHomer vor dreytausend Jahren, und Salvünzu unsrer Zeit noch mit Nußfchaalen, anstatt desPanzers, mit Reisern und Strohhalmen, anstattder Lanzen bewaffneten, sich in so viel Helden derKünste verwandeln wird. Ganz Rom ist über-zeugt, daß dieser große Fürst auch in seiner Resi-denz, ausser seinen Schahcabinetter» und Gallerten,die Lust werde genießen wollen, welche ihn alihierbis zur Verwunderung ergötzt hat.

Seine Residenz in Deutschland hat mir Wohl-gefallen, ob ich gleich Rom darum nicht gesunde»habe. Eure Paläste würden die Stadt verherrli-chen ,wenn sie nicht in Winkeln stünden. Euer Domist keine St. Peterkirche. Eure Altarblätter sindkeine Raphaele, Guido, und Marotten; dieStatüen werden niemals einem Phidias, Age?sander und Fiamengo gleich werden. Die Mengedes verdunkelteuern Sandrart. Eure

Colonnen und Brunnen werden unsrer Irsjana,

unsern