Band 
[Theil II.]
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XU. Die Architectur.

unsern Spißsaulen, den Fontänen XrivonZ und1>evi den Vorzug nicht streitig machen. Voneuren Gebäuden, wenn sie auch unser Capitoliuman Größe übertreffen, etwas zu melden, würdeeine vergebliche Mühe seyn. Sie stehen in römi-scher und griechischer Pracht, und lasten sich inVerzierungen von einem nur ihnen eigenen Ge?schmücke sehen.

So großmüthig nun ein Pabst Julius, Leo,Sixtus und andre die Künste aufgeweckt haben;so leicht kann eö auch dieser unser Monarch. Ja!unser Monarch: So nennen wir Römer ihn, diewir ihn so tief in unsre Herzen eingeprägt erhalten,daß kein Zufall ihn daraus mehr zu verbringen imStande ist. Ich wiederhole es noch einmal:Er kann eben das bewirken, was in Italien alleSchutzgötter der Künste vermochten, und deinehomerischen Achille werden endlich den Wohnsitzdes größesten Monarchen, wenn gleich kein Romdaraus wird, Ehre machen. Wer sollte sichaber einbilden, daß Rom, die Hauptstadt der gan-zen Christenheit, durch die Künste nicht mehr sogeziert seyn sollte, wie alle andre Städte? 'DieReligion und ihre Beschützer bringen Pinsel,Meisel und Richtscheite in Bewegung. Ander-wärts verdrängen feindliche Schwerter und Kriegs-rüstungen jenes unschuldige Kunstgerathe so gemalt-zam, daß immer etwas mangelt.

Jedoch ich wende mich wieder zu deinemSchreiben, worinn du nach deinen seltsamen Be-griffen