XU. Die ArchitectlN'.
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griffen von nichts als Farben, Steinen und Ku-pferstichen plauderst. Ich finde nicht eine Sylbevon der nothwendigsten, prächtigsten und größe-sien Kunst darinnen. Ist denn die Architekturkeiner Achtung werth, die doch unter euch so sehrim Schwange ist? Muß sie nicht langevorher prangen, ehe und bevor du einem Ge-mälde, einer Abbildung in Marmor, und einemandern Kunststücke einen Platz einräumest?Warum beschwerest du dich denn nicht darüber,daß deine Wohnung ungeschickt, voller Fehler,oder gar baufällig sey ? Von Dörfern und Bauer-hütten darfst du mir nichts erwähnen. Es wer-den sich schon Leute finden, welche wissen, wieman dem fleißigen AckerSmann nicht nur ein Dachmit Stützen bauen müsse, sondern auch, wie manviel solche Dächer in eine Ordnung eintheilensollte, damit, wenn etwa» ein stürmische^ Windoder Feuerfunken das Strohdach ergreift, nichtganze Reihen von Bauernhäusern in Flammengerathen.
Ich rede hier von Tempeln, Palästen undandern großen Gebäuden, weil ich gesehen, auchvielfältig gehört habe, daß überall hierüber Kla-gen geführt werden. P'ariö leidet von seinemDguZier in der Baukunst unwidersprech-liche Vorwürfe, und selbst Rom giebt zu derglei-chen Anlaß. Der Tadel greift so geschwinde umsich, daß Liebhaber und Kenner der Architekturzu behaupten anfangen, die Baukunst habe sehr
abge-