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XU. Die Architektur.
Verbindungen, Falle und Vortheile wahrnimmt,als jener. , So vielerley Stücke, Züge, Säßeund Gegenschritte verursachen das Nachsinnen,und dieses zieht die vortheilhafteste Wahl undEntschließung nach sich. Dieses ist es auch,was gemeiniglich jungen Baumeistern mangelt;sie haben nichts als allerhand Verzierungen derArchitektur gelernt, und sie lassen uns noch imZweisel, ob sie diesen von den drey Haupttheilendieser Kunst verstehe». Denn sie wissen gemei-niglich nicht, wie sie sich, um etwas zu lernen,anstellen sollen. Daher sind weder ihre Gedan-ken noch ihr Studiren dahin gerichtet. Die fünfSaulenordnungen helfen dazu nichts. Einemguten Rechenmeister sind die fünf Species derRechenkunst nicht genug. Ein guter Maler mußweit mehr, als die Anzahl der Farben, oder ihreMischung wissen. Hieraus mache ich also denSchluss daß zu einem guten Architekten mehr er-fordert wird, als die Kenntniß der Ausmessung,die Verhältnisse der fünf Säulen und ihre Abthei-lung. Woher wird wohl ein Anfänger lernen,welche Ordnung er brauchen soll? Balo ist dasVorgebäude eines Tempels korinthisch, welchesein andrer nicht darnach gemacht hat. Wer zeigtihm an, ob er ein Werk mit einer oder mehr Ord-nungen zieren soll? Das ungeheure Colossaum zuRom hat vier Ordnungen, und der fast noch hö-here St. Peterstempel hat vom Michelagnolonur eine Ordnung bekommen, nachdem dieser
große