Band 
[Theil II.]
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Xil. Die ArchiLectM'. 4ZZ

und daher heut zu Tage für keine Architecten an-gesehen werden können. Sie selbst wollen sichauch vor solche nicht ausgeben, oder dafür erken-nen lassen. Diejenigen aber, welche sich für Ar-chitekten halten, und als solche brauchen lassen,sind weit entfernt, die Zeichnungskunstzu verstehn,zu üben oder zu studiren. Alle mathematischeWissenschaften sind ihnen unbekannt, und sie wis-sen davon nichts, als den bloßen Namen. Va-sall aber, welcher ein weit größerer Architekt, alsMaler war, läßt sich ganz anders hören. Erthut als Meister den Ausspruch auf unsre Frage,und sagt im Leben des Baccio d' Agnolo: „Es„bleibt dabey, daß niemand die Architektur voll-c„kornmen ausüben könne, als diejenigen, welche„einen aufgeklarten Verstand und die vortreffliche„Zeichnungskunst besitzen, oder welche sich im Ma-„len, im Bildhauen und dergleichen Arbeiten viele„Mühe gegeben, und eine große Erfahrung dar-„innen erlangt haben. Denn in solchen Bemü-hungen Massen sie die Körper ihrer Figuren, ih-„rer Colonnen, Gesimse, Gestelle, und alle Ord-nungen der Baukunst, welche zu nichts anders,„als zur Verzierung ihrer Gemälde und Figuren„gemacht sind.,,

H. 4.

Was thun also diejenigen, welche nicht ein-mal die Fähigkeit besitzen, nur einen Kopf nach-zuzeichnen? Sie machen alles, so gut sie können,das ist sehr schlecht, wie wir es sehen, und es ein1t. Band. Ee " jeder