Xll. Die Architektur. 4Z5
des oder Archimedes den Architecten mit einemBratspieße durchgeboxt hättet
So sehr man auch zuweilen den guten Ge-schmack zu erblicken gedenket, so wenig Vergnü-gen findet man doch daran, weil einem vieleTheile oftmals schön vorkommen, zusammenaber ein sehr unglückliches Ganzes ausmachen.Dieses find diejenigen Baumeister, die zwar ei-nen guten Willen haben, und sich sehr viele Mühegeben, alles gut zu machen; jedoch nichts zuwegebringen, weil sie keine Grundregeln gelernt ha-ben. Vignolä war ihr Lehrmeister, wie ichschon oben erwähnt habe. Sie wissen, daß dieManieren der Griechen, des Bvnarotti, undandrer großen Männer gut und vollkommen sind,und sie trachten auch, ihnen nachzuahmen. Weilaber ihre Erfindsamkeit immer trocken und un-fruchtbar ist; so machen sie nur schlechte Kopie»davon. Sie nehmen nur verschiedene gute Theileda und dort, und glauben durch derselben Zusam-mensetzung etwas Gutes zu bewirken. Dadurchgeben sie zu erkennen, daß sie es nicht wissen,wie übel zusammen vereinigte schöne Sachen emschändliches Ganzes ausmachen. So gieng esjenem, welcher einen vortrefflichen Kranz oderKarnieö (Lormccione) vom Antiquen genaunacharbeitete, das Gebäude damit zierte, und sichkein Lob erwerben konnte, weil der Kranz wie ei»allzu großer Hur auf einem kleinen Kopfe prangte.Wenn man also schöne Stücke gut anwenden will;
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