Band 
[Theil II.]
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X!i. Die Architectur.

in Ordnung bringen. Denn kein Haus, sagtVitl'UVMch ist mit gehöriger Vernunft und an-sehnlich erbaut, wenn nicht die Symmetrie dasEbenmaaß, die Gleichförmigkeit, oder eine or-dentliche Abtheilung darinn herrschet, welche nichtanders, als von den Verhältnissen eines wohlge-stalteten menschlichen Körpers hergenommen wer-den kann. Hierzu wird ein erhabener Geist,viel Wrh, Verstand und Erfindungskraft erfordert.Wer mit diesen Gaben nicht bis zur Vortrefflich-keit versehen ist, wird niemals ein guter Architektwerden. Alle schönen Erfindungen und alle sinn-reichen Werke find wir meistens den großen Leh-rern der Zeichnungskunst schuldig, unter welchenman auch Dichter findet, deren Kunst eben so-wohl, als jene, einen erhabenen Verstand zumGrunde hat.

Man kann es nicht in Abrede stellen, daß diebeständige Uebung zu zeichnen, und die dadurcherworbene Geschicklichkeit den Menschen sinnreichund zu Erfindungen geneigt mache, ohne daß er es,wie jener, merkt, welcher in der Sonne unvermerktbraun wird. Künstler von dieser Gattung sindauch Urheber verschiedner andrer Erfindungen ge-worden. Also hat Benvenuto Garosalo dieGliedermänner für die Maler erfunden. Jo-hann von Udine stellte die Verlorne Stuckatur-arbeit wieder her, und erfand die Werkzeuge zurJagd. Andern haben wir das Kupferstecher» zuverdanken. Ferrucci brachte die Arbeit in Por-

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