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Xlk. Die Architektur.
Bruststück von Marmor gesetzt, welches daselbstungemein herrlich pranget.
< §- 7 .
Diese neue, witzige und artige Erfindung ha-ben andre bald unter freyem Himmel erbauet, wel-ches aber sehr lächerlich ist.
Andre große weitläufige Gebäude haben inder Mitte solche Giebel, welche kaum den drittenTheil der Mauer bedecken. Damit also der Re-gen die andern zwey Drittel nicht schadhaft mache,so ergreift der Baumeister gemeiniglich ganz un-zierliche, unförmige, schädliche und lächerlicheMittel.
Zuweilen hüten steh die Baumeister, so großeGiebel zu machen, welche das ganze Gebäude be-decken sollten, weil sie allzu hoch steigen, und sichdurch die Spitze in einen gothischen Geschmackverwandeln würden. Dieses geschieht, weil derArchitect, wenn er keine Zeichnung im Kopfe hak,und von seiner Kunst nicht die geringsten Grund-sätze versteht, solchen Giebel in keine gehörigeForm bringen kann, damit es zierlich und anstän-dig erscheine.
An oben gedachter Kirche der Rotundamachte es, so weit und groß der Giebel auch ist,dennoch einen so wohl proportionirren Winkel, eineso schöne Symmetrie und Gleichseitigkeit, daß auchsogar unverständige Zuschauer daran ihr Vergnü-gen