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XII. Die Architektur..
gen finden. Bey dein Anblick desselben gerächman in Verwunderung, Lust und Erstaunen; undman muß endlich bekennen, daß, wenn der Win-kel um ein Haar höher oder niedriger wäre, alleAnnehmlichkeit, und was den Anblick so wurcherbarreizet, abgeschmackt, verderbt und verloren wür-de. In ganz Italien ist kein so vollkommenerGiebel, als den der Rotunda hat. Man sehedessen Abzeichnung im Des Oocketr.
Gelehrte Architekten und Kenner vom erstenRange haben nicht unbillig gezweifelt, ob Mi-chelagnolo das Vorgebäude von der St. Peters-kirche und seinen Giebel nicht noch weit größer,ansehnlicher, zierlicher, wunderbarer und vonneuem Geschmack aufgeführt haben würde, als esspat nach ihm erbaut und uns nunmehro vor Au-gen steht. Denn sie bilden sich ein, er würde alleRegeln und anständige Betrachtungen von derArchitektur zu Rathe gezogen haben, wobey dieRotunda unfehlbar sein Augenmerk gewesen seynwürde.
Allein, dergleichen Beyspiele sind für unsreSchüler zu erhaben, weil sie schon mit allerhandMustern versehen sind, an welchen keine Bonarot-te oder Alberte Theil haben. Sie sind schon zufrie-den, wenn sie wissen, wie man ein schönes Stück vonVerzierung der Architektur von einem Gebäude aufdas andre überkragen kann. Sie sind unbesorgt,ob ein solches Unternehmen schwer oder gefährlich
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