und deutscher Maler. 545
ley sind, wovon erwähnter Geschmack, fast allezeitgeflissentlich abweicht, sich selbst wohl gefällt undzu einem unauslöschlichen Vorurtheil wird, welchesdann frohlockend ausruft: Italien, das so sehr be-rufene Italien, habe nichts auszuweisen, was demneuen Geschmacke beykomme; seine Kunst sey mitttelmaßig, matt, kalt, beynahe ersterben u. s. f.
Zum tobe der deutschen Künstler kann man ohneAnstand beyfügen, daß, wenn das Glück sie nachRom führt, sie nicht selten die Römer und andrein der Kunst weit übertreffen. Zuvörderst, wennsie sich das Antike und Raphaelö Werke zu Nutzemachen. Der Beweis liegt am Tage. Was schonviele von altern Deutschen bestätiget haben, wirdnoch mehr durch die Kunststücke unsrer heutigengroßen Künstler bekräftiget, die wir vor Augen ha-ben. Rom beneidet uns einen Maytetts und ei-nen Messerschmid, einen Herrn AntonioRaphael, Mengö und einen Antonio Maron,und erfreut sich mit uns über einen Pater Nor-bert, den Capuckner, welche alle sowohl in Italien,als in Deutschland studirt haben.
Unterdessen giebt es itzo viele deutsche Künstler,welche das Glück noch nicht nach Italien geführt hakdie in größer« Ruhm, als viele Italiäner und Aus.länder sind. Auch in diesem Falle wird meine Mey-nung durch einen berühmten Dietrich, durch un-sern über alle seine Voraltern, nämlich den Gae-tano, Girolamo, Arrigo , Salvatsr und andresiegenden unvergleichlichen Joseph Rosa, durch
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