Band 
Vierter Band.
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„Dieß verräth die löbliche Absicht ihrerstreogen Lehre. Aber fahren sie fort. Man-hard, wodurch denn die Sinnbehaltung imangeführten Falle von der Lüge unterschie-den sey."

Gesezt nun, Herr Oberster, ich sagte denfragenden Mördern, daß ichs nicht wüßte, woder Unglükliche sey, den sie zum Tode suchen;so würde ich im Sinne behalten, um einenHochverrath an der Menschlichkeit zu be,gehen: diese Sinnbehaltung wäre nun zwarnicht an meinen Reden, doch gar füglich ausden Umständen zu erkennen: denn die Mör-der sotten es wissen, daß ich die Pflicht habe,den Bedrohten zu retten, und die Wahrheit,durch deren Aufdekung der Flüchtling verlo-ren seyn würde, in diesem Falle zu bergen.Meine Sinnbehaltung ist also dem Wesennach von einer Zweideutigkeit nicht unterschie-den; denn es ist im Grunde einerley, ob dieErkennbarkeit meines Sinnes auf Worten,auf dem Tone, auf der Gebärde, oder aufwesentlichen Umständen der Sache beruhe.Dieß war die gewöhnliche Lehre derjenigen,welche über die Sitkenlehre vor und mit denJesuiten geschrieben haben. Turnelli faßte

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