Der Vater und der Sohn.
/^in Vater sprach einst zu seinem Sohne Wilhelm ;^ >, Mein Sohn, du hast itzt eben gebethet, Gott„ möchte die Speise, die er gegeben hatte, segnen und„ uns gedeihen lassen. Hat denn Gott Speisen ge„„ geben ?
Wilhelm. Ja! Vater.
Vater. Ich denke, wir haben sie uns durch Arbeitverschaffet, und deine Mutter hat sie gekochet, und aufden Tisch gebracht.
Wilhelm. Aber wir konnten sie doch nicht wachsenlassen; wir konnten dazu keinen Regen und Sonnenscheinschaffen, uns auch die Gesundheit nicht selbst geben,die zur Bearbeitung der Erde nöthig war; wir konntenauch -ein Wasser und Feuer zum Kochen schaffen, oderdas Holz so einrichten, daß es brennt.
Vanr. Sollten deine Kleider auch wohl eine GabeGottes seyn? Die kann man ja kaufen. --
Wilhelm. Eben auch, lieber, Vater. Denn siesind entweder von Leinen oder Wolle. Nun wächstder Flachs, wie das Gecreid auf der Erde, und dieWolle kömmt von den Schafen, die sich von dem,was aus der Erde wachst, ernähren. Dieser Wachs-thum aber ist eine Gabe Gottes ! Und hätten wir keinGeld durch die Arbeit mit gesunden Gliedern verdienenkönnen; so könnten wir auch nichts kaufen. Alles Gutekömmt von Gott.
Vater. Aber gibt Gott dergleichen mittelbar, oderunmittelbar? und muß der Mensch auch etwas dabeithun?
wik