Vorrede.
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zählichen Fällen die Rechte ihrer Parteyen viel gründ-licher vortragen und erörtern können, und gar nichtnöthig haben, zu der Chicane und unndthigen Neben-dingen ihre Zuflucht zu nehmen, um die Sache zuverwirren, und ihre Unwissenheit in der Hauptsachezu verbergen. Man nimmt in den Schriften derrechtlichen Fürsprecher in der That öfters recht lä-cherliche Fehler in Ansehung dieser Wissenschaftenwahr: und es ist eine gar schlechte Decke vor ihreUnwissenheit, daß sie die Schrift nach den Erzäh-lungen ihres Clienten entworfen haben. Wenn die-ser nichts mehr suchte, als daß man seine Erzählun-gen niederschreiben sollte: so würde er einen rechtli-chen Beystand gänzlich entbehren können. So gardie Geistlichen und die Aerzte haben wenigstens eineKenntniß von den Regeln der Haushaltungskunstnöthig; und den Geistlichen auf dem Lande kömmtes vortrefflich zu statten, wenn sie in der Lehre vonder Landwirthschaft nicht ganz und gar unwissendsind.
So allgemein nöthig demnach die öconomischenund Cameralwtssenschaften in den Bedienungen desStaats und zu Ausübung unserer Pflichtet: in dembürgerlichen Leben sind, und so offenbar auch derEndzweck der Universitäten und hohen Schulen ist,die studirende Jugend geschickt zu machen, daß siedem gemeinen Wesen dereinst nützliche Dienste leistenkönne; so leer sieht es dennoch zur Zeit bey diesenAnstalten in Ansehung der erwähnten Wissenschaftenaus. Ich habe schon oben erinnert, daß man nurerst auf den wenigsten Universitäten einen Anfanggemacht hat, eine öconomische Professur zu stiften,
daß