des Commercienwesens. 169
gen ähnlichen Waaren verknüpfet zu seyn pfleget,nicht allerdings zufrieden sind. Die Leichtigkeit,l womit sie auswärts Credit finden, die Correspon-denz und Abrechnung, die sie gegen innländisches Producte mit auswärtigen Kaufleuten haben, die! Unwissenheit ihres Einkaufes, und folglich ihres! Vortheils, worinnen sie die meisten Käufer bey aus-
i wartigen Waaren erhalten können, machen ihneni die innländischen Manufaktur- und Fabriken-Arbei-^ ten bey weitem nicht so angmehm, als es der Wohl-i fahrt des Staats gemäß ist. Ob man demnachzwar auf die billigen Vorstellungen der Kaufleute in> einer gütigen und weisen Regierung großen Betrachtzu nehmen Ursache hat: so muß man sich doch durchdie Absichten ihres Eigennutzes von denen zur Wohl-fahrt des Staats gefaßten Maaßregeln nicht ab-wendig machen lassen. Man darf auch nicht mey-nen, als wenn der Vortheil des gesummten Staatsmit dem Interesse der Kaufleute gar nicht verträglichwäre. Denn wenn dieses wäre; so würden diebeyderley Commercienwissenschaften (§. 28.) einan-der widerstreiten, welches doch nicht seyn kann. DerUnterschied kömmt bloß darauf an, daß die Wohl-fahrt des gestimmten Staats den Kaufleuten zuwei-len einen geringern Vortheil erlaubet, als sie zeit-her genossen haben. Und auch hierinnen könnensie sich ganz leicht helfen, wenn sie den Zustand ih-rer Handlung nach den Absichten der Republik ein-richten wollen. Sie dürfen nur als Verleger, Ge-werken, Entrepreneurs und Manufacturherrensich den blühenden Zustand der Bergwerke, Fabri-ken und Manufacturen angelegen seyn lassen: sowerden sie eben so viel gewinnen. Viele haben durchdergleichen Unternehmungen einen sehr großenReichthum erworben.
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