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Johann Heinrich Gottlobs von Justi Staatswirthschaft, oder, Systematische Abhandlung aller oeconommischen und Cameralwissenschaften, die zur Regierung eines Landes erfordert werden
Entstehung
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Von schädli-che» Vermch-r u » a s a r t e iider Einkünftebey bcn Do-moincn.

68 I. Buch, I. Abth. Von Gründung

dieselben zu Domainen zu machen, welches sie ur-sprünglich gewesen sind; und ich glaube nicht einmal,daß ein Regent bey heutiger gänzlich geänderten Krie-gesverfassung, in strengem Verstände, oder nach derVerbindlichkeit seines Gewissens, befuget ist, solche an-dern wieder zu verleihen. Allein, der Maxime denAdel auszukaufen, kann ich schwerlich Beyfall geben.Dieser Kern einer Nation, geht alsdann mit seinemVermögen zum Nachtheile des Staats, gemeiniglichaußer Landes; und es ist doch nicht zu läugnen, daßder Adel selbst zu dem Aufnehmen des Nahrungsstan-des gar viel beyträgt. Denn es ist gar nicht einerley,ob ein Pachter, oder ein vermögender Edelmann aufeinem Landgute wirthschaftet, indem der erste niemalsso viel aufwenden wird, als der andere. Was aberdie Ankaufung der Herrschaften und Güter in einemandern Territorio anbetrifft; so kann man auch dieseschwerlich anrathL». Man befindet sich dadurch in ei-ner auswärtigen Verbindlichkeit, die dem Regenten,und dem Staate niemals vortheilhastig ist, und wel-che öfters verhindert, daß man die zu der Wohlfahrtdes StaatS nöthigen Maaßregeln ergreifen kann.

§. 55 -

Noch mehr aber ist diejenige Vermehrung der Ein-künfte bey den Domainen zu misbilligen, die mit Be,drückung der Unterthanen geschieht; und hiervon wür-den sich gar vielerlei) Arten und Beyspiele anführenlassen; denn es ist vielleicht keine schlimme Finanz-Maxime ausfündig zu machen, die nicht in der Men-ge kleiner Staaten, in welche Deutschland zerrissen ist,ausgeübet worden. Hier hat man die Frohndienstezum Vortheile der Domainen, allein zum Verderbender Unterthanen, auf das höchste getrieben. Dorthat man die den fürstlichen Cammergütern undVorwerken wohlgelegcnen Aecker der Unterthanen, wie