und Vermehrung der Einkünfte. 67
hat, in i; oder 20 Jahren einträgt, und sodann einsGcgenrechnung entwerfen, was eben dieser Acker bin-nen dieser Zeit für Nutzungen gebracht haben würde,wenn er Getraide getragen hätte; so würde man denVortheil bald einsehen. Allein, wo will es endlich hin,wenn wir fortfahren die Waldungen und Gehölze sowenig zu schonen, als seit hundert Jahren geschehenist? Das Holz, diese zu dem menschlichen Leben sounentbehrliche Sache, die ohnedem täglich im Preistesteigt, wird endlich so rar werden, daß wir in vielenGegenden zu der menschlichen Nothdurft damit nichtmehr auslangen werden. Zwar, wenn die Regierun-gen ernstlich veranstalteten, daß alle Flüsse, Bäche,Wiesen, Aecker und Landstraßen, mit Weiden und an-dern Bäumen besetzet würden; so würde es gar wohlangehen, daß man alle Holzungen, die einen ebenenund fruchtbaren Boden haben, ausrooden und zu Ge-traidefeldern machen könnte. Allein es fehlen hierfast allenthalben die erforderlichen und recht wirksamenAnordnungen; und so lange dieses nicht geschieht: sohaben wir alle Ursache mit den Waldungen nachhal-tend zu verfahren.
§- 54 .
Weil nun bey den Cammergütern eine so gute Ver-mehrung der Staatseinkünfte statt findet z so dürftees vielen scheinen, daß es rathsam seyn würde, dieseVermehrung desto weiter zu erstrecken, und mithin dieDomainen selbst auf alle mögliche Art zu vermehren.Man hat auch diese Maxime in der That in verschie-denen Staaten geäußert, und die Cammergüter durchdie eröffneten Lehen, durch Auskaufung des Adels undAnschaffung neuer Herrschaften und Landgüter in undaußerhalb Landes, immer mehr zu vervielfältigen ge-stehet. Was die Heimgefallenen Lehengüter anbetrifft,so bin ich allerdings der Meynung, daß es rathsam ist,
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Ob man dieDomaine»selbst vermeh-re» müsse, umimmer mehrEinkünfte zuerhalten.