Vor: dem Postregal. izz
und vierzehenten Jahrhunderte sehr stark war, brachtenach und nach eine Anstalt zu Stande, die mit den al-ten curlibu; publicw und unsern heutigen Posten ei-ne große Aehnlichkeit hatte; welche aber bloß zur Be-quemlichkeit der daselbst Studierenden eingerichtet war,und sich von Paris auf gewissen Hauptstraßen in alleGegenden des Königreiches, und zum Theil auch inauswärtige Lande erstreckete. Daher hat auch dieseAnstalt der Universität den königlichen Posten bey ih-rer Errichtung zum Grunde gedienet; und die Uni-versität hat noch heutiges Tages eine gewisse Summevon den königlichen Posteinkünften jährlich zu ge-nießen.
§. 128.
Es ist auch sehr wahrscheinlich, daß der erste desHauses Taxis, dem wir die Erfindung der Posten inDeutschland zu danken haben, von der Einrichtung derUniversität zu Paris, zu seiner Erfindung großen An-laß genommen hat. Denn als die Niederlande voreinigen Jahrhunderten an das Haus Oesterreich ka-men, und daher zwischen der österreichischen ResidenzWien und den Niederlanden, eine beständige Com-munication nöthig war; weil sich die Kaiser entwe-der selbst öfters daselbst aufhielten, oder doch mit dendaselbst befindlichen hohen Personen ihrer FamilieCorrespondenz unterhalten mußten; so fiel eben dieserTaxis darauf, zum Behufe dieser Correspondenzcnzwischen Wien und den Niederlanden die benöthigtenStationen anzulegen, und vermittelst abwechselnderPferde, die hin - und hergehenden Briefe desto ge-schwinder zu befördern. Diese erste Einrichtung hat-te demnach bloß die Bequemlichkeit des kaiserlichenHofes zum Endzwecke, und geschahe auch lediglich aufKosten desselben. Weil man aber sahe, daß sich auchPrivatpersonen dieser Anstalt zu bedienen anfiengcn,dafür ein gewisses zahleten, und mithin die kaiserlichenK ; Dcpe-
Von der ton«scheu Erfin-dung der Po-sten inOeutsch-l,md und den»Betragen derRcichMndtdabey.