iz4 Buch, 2. AbLH. 2. Abschn. 2. Hauptst.
Dcpechcn ohne Kosten hin und her geschafft werdenkonnten; so begriff man, daß dieses überhaupt einenützliche Anstalt wäre, die auch anderer Orten im Rei-che zur Communication mit den Chur-und FürstlichenHöfen eingerichtet werden könnte. Weil man abervielleicht die Kosten der Anlegung scheuete, oder demHause Taxis für die Erfindung seine Erkenntlichkeitbezeigen wollte: so bestehe man nach den damaligenGrundsätzen, da alles in sehen verwandelt wurde, dasHaus Taxis mit dem General-Postamts im Reiche,welcher auch hin und wieder ohne Contradiccion derReichsstände Posten anzulegen anfieng, indem manden Nutzen, der aus dem Postwesen zu ziehen wäre,nicht einsähe. Es regele sich also so wenig jemandvon den Neichsstanden darwider, daß man vielmehrdas Postwesen in verschiedenen Reichstages - Hand-lungen und Abschieden, als eine besondere kaiserlicheGerechtsame anerkannt hat. Denn meines Trach-tens, heißt das allerdings eine Sache anerkennen,wenn man in solchen öffentlichen Geschafften undHandlungen ohne Widerspruch davon redet.
§. 129.,
Die nachher Endlich lernete man den Nutzen einsehen, der ausverschiedenen" dem Postregal zu ziehen wäre. Die ReichsständeGeundsüveder nahmen also ganz andere Grundsätze in dieser SacheüberdasÄ- a", als sie vorher geäußert hatten; und sie begriffenrezal. nunmehro, daß diese Anstalt eine Folge aus der Lan-deshoheit wäre, die sie in ihren Ländern selbst auszu-üben hätten. Unterdessen aber befand sich das HauSTaxis seit langen Jahren in den meisten Staaten vonDeutschland in ruhigem Besitze, seines von Kaiser undReiche zur Lehen tragenden General-Erb-Reichspost-Amtes. Nur in den nördlichen Gegenden vonDeutschland hakte dieses Haus außer der Route nachHamburg wenig oder gar keine Posten angeleget. Die
mach-