Band 
Neunter Theil.
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Die Sache von demÄegale. 157

so haben sie dergleichen Wirkungen hervorge«brache. Daß man aber zu unsern Zeiten dienämlichen Sachen in historischen Werken , wel«che in Mitte der Ruhe gemacht wurden, undbestimmet waren die Menschen über die Wahr-heit der Thatsachen zu belehren , wovon siekeine Zeugen haben abgeben können, so kannnichts mehr die Herrschaft der Vorurtheile,und die Dauer ihres Einfiuffeü über die Gemütherbeweisen.

Jnnocens XI von den rührenden undehrfurchtsvollen Briefen der beyden Prälateneingenommen, von den Vorstellungen ihrerFreunde in Nom ermuntert, und nebst diesemüber den französischen Hof mißvergnüget wegendes Handels der Quartierfreyheiten, wovonwir an einem andern Orte gesprochen haben,schrieb an Ludwig XIV drey Breve nachein-ander , um diesen Fürsten zu bereden, daß erdoch von demjenigen abstehen möchte, was erwegen des Regales vorgenommen hatte. Daserste war nur eine blosse Ermahnung, worinnder heilige Vater Grrnde gebrauchet hat, wel-che er am schicklichfen zu seyn glaubte, aufdas Gemüth eines Monarchen, dessen grosseSeele und Frömmigkeit er gar wohl kannte,«inen Eindruck zu »rächen. In dem zweytenwar er starker und nachdrücklicher; er bath;seine Bitten waren Befehle. Als aber wederdas eine noch das andere die Wirkung machte,welche er sich davon versprochen hatte, so nahm