Die Sache von dem Regale. 15s
endlich ihren Vorstellungen ein grösseres Gerwicht zu geben, erinnerten sie diesen Papst andas Beyspiel vieler anderer Päpste, welche inbeynahe gleichen Fällen, nachdem ste wie er! gedonnert und gedrohet hatten, sich nach derHand zufrieden gestellet, indem sie die ganzeGefahr betrachtet haben, welche der Krrcheund ihnen selbst bevorstünde, wenn sie ihreDrohungen wirksam machen würden.
XVII
Jahrhund.
Dieses Schreiben, so klug und bered»sam es auch immer war, machte auf das Er«tnüth Innocens XI gar keinen Eindruck.Dieser Papst, der in Ansehung vieler schönenEigenschaften lobwürdig war, war einer vonjenem harren und ««biegsamen Charakter, inwelchem der standhafte Muth alle Wirkungendes Eigensinnes hat, den die beßten Gründenicht überzeigen können, hervorbrachte, einervon diesen rechtschaffenen Männern, welchevon ihren Begriffen sehr stark sich einnehmenlassen , und welche, da sie die Sache des Him-mels allezeit mit ihren eigenen Absichten ver-mischen, sich einbilden, für die Ehre Gottesj -u arbeiten, wenn sie den Trieben ihrer na«rürlichen Neigung folgen. Innocens , welcherweit entfernet war, den stolzen Ton abzule-gen, den er angenommen hatte, übte nochmehrere vberherrliche Handlungen aus, mitwelchen er ohne Zweifel den König und dieBischöfe abzuschrecken glaubte durch die Furcht