164 X Abschnitt
xvn die gute Ordnung in der Stadt zu erhalten,Iaprbmixx doch kühne Leute genug, welche sichunterstunden, sie an den Thüren der Haupt-kirchcn und an andern Orten, wo sie je-dermann lesen konnte, anzuschlagen. DieserStreit zwischen zweyen gcrslUchen Obern einesnämlichen Bißrhnmes, wovon einer stets be-schäftiget war das zu Grunde zu richten, wasder andere aufbaueke, erinnerte auf eine allzugetreue Art, obwohl nur in einem kleinenGemälde, an die unglücklichen Zerren, wosich viele Päpste den apostolischen Stuhl strei«tig machten, gegen einander Keile und Ver-wünschungen abschössen, und die christlicheWelt ärgerten, welche sie ihren Gesetzen un-terwirsig machen wollten. Ein so öffentli.eher, so schrcyeyder Gerichlsstreit mußte noth.wendig die traurigsten Wirkungen hervorbrin-gen. Die Geistlichen, die zu dem heiligenDienste gebrauchte Ordensleute, die in ihrerEinsamkeit versteckten Klosterjungfern , die Layenaus allen Ständen und Profeßionen, mit ei-nem Worte, die Gesellschaften und Privatper-sonen erklärten sich für den einen oder den an-dern Generalvikar; und wie es gemeiniglichin dergleichen Umstanden zu geschehen pflegt,so entschieden die Verbindung? , die Vorurrheile,und der Eigennutz beyder Partheyen, welchejeder ergriff. Die Spaltung war offenbar,und obschon die Schaubühne, wo sie ihre Tha.rigkeit ausbreitete, nicht weitschichlig war, so