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XI Abschnitt
haben; denn die Geistmänner legen nichts aus;^ "°'sie malen nur, und ihre Farben sind so leb«haft, ihr Griffel so stolz, ihr Pinsel so kühn,so voll Feuer, daß die Entzückung der begei-sterten Dichter jenen nicht beykömmt, vonwelchen sie durchdrungen zu seyn scheinen.Wenn nan aber sich alles dieses in den Wer-ken der wahren, und auch falschen Geiftmän-»er beffndt, wie kann man unter den nämli-chen Zügen, mit der nämlichen Sprache unddem nämlichen Grunde der Lehre unterschei-den , welchen man als sichern Führern folgendarf, von jenen, durch welche man auf einenWeg des Irrthumes und der Blendung ge-führet werden würden? dieser Gleichheit ha-ben es die sogenannten Geistmänner des XVIIIahrhundertes wie der vorgehenden zu ver-danken, daß sie eine Zeit lang betrogen wur-den, und sich ein Ansehen erworbn haben,welches sie nicht verdienten; aber die Siegedes Irrthumes verrauchen bald. Die Kircheals die Verwahren»« der Wahrheit unterschei-det früh oder spät die Lehrer, welche in ih-rer ganzen Reinigkeit unterrichten von denje-nigen, welche sie durch eine gekünstelte Ver-mischung fremder Lehren verändern, oder garzu Grunde richten, so scheinbar auch auf denersten Augenblick das Aeußerliche ist, un-ter welchem sie solche sorgfältig verbergen.Alsdann reißet ihre Hand den Schleyer desBetruges nrit Gewalt zusammen, und ihr Ur-theil