Band 
Neunter Theil.
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ri8 XI Abschnitt

LVN Während den sechs Jahren, welche sie

Zadtburid. in den verschiedenen Klöster, wohin wir ihrgefolget sind, zugebracht hat, hatte sie vieleSchriften verfertiget, in welchen sie ihre Ideenund Meynungen über verschiedene Gegenständedes beschaulichen Lebens mit so lebhaften AnS-drücken vorbracht, welche aus dem Herzenkomen, und welche nicht allzu wohl abgemessen zuseyn scheinen, wenn man sie mit kaltem Bluteuntersuchet, und nach der theologischen Strengeabwiegt. Diese Werke, welche nicht für daSPublikum gemacht waren, wurden vielen Leu«ren mitgetheilet. Man gab Abschriften davon,welche von Hand zu Hand liefen, und mandruckte zwey davon, eines zu Erenoble imJahre 1635, nämlich das kurze und leichteMittel das Gebeth zu verrichten; das an-dere zu Lyon im Jahre 1638, nämlich daseanticum canricoruin nach dem beschaulichenVerstände ausgeleget, welchem eine andereSchrift vorgieng, die den Titel führet: DieVorstellung der innerlichen Wege. Der P.Lacombe hatte auch ein Werk von der nämli-chen Materie im Jahre 1636 bekannt gemacht.Zergliederung des beschaulichen Gebetheslbetitelt. Es ist wahrscheinlich, daß diese Werke,über welche die strengen Geister, die allent-halben Richtigkeit haben wollen, nicht zufrie-den seyn konnten, angefangen haben, starkeDorurtheile wider die Frau von Gnyon aus-zubreiten. Gewiß ist es, baß während der

Zeit