Geschichte des «Qutetismus, rc. 219
Zeit, als sie sich auf dem Wege befand, um xvr,nach Paris zu kommen , man wider sie Jahrhund.Briefe geschrieben hatte, welche mit den schwe-reren Beschuldigungen wider sie angefüllet warrea;-ß also zwar, daß sie gleich bey ihrer An-kuuft angehalten, u,«d in das Kloster der Heim-suchung in der St. Antonigasse geführet wurde.
Wahrend den 8 Monathen, die sie in diesemHause zugebracht hat, fragte sie der Hv. vonHarlai, Erzbischof von Paris öfter sowohlselbst als durch seine Officialn wegen ihrenSchriften, ihr'en Reisen, Bekanntschaften,ihrer Aufführung, und dieser Prälat entdecktein ihr niemal etwas anders als viele Aufrich-tigkeit und Unschuld nebst vieler Frömmigkeit.
Nachdem die Oberinn, und die Kiosterjung-fern von ihrer Bescheidenheit gerühret, vonihren Reden und Beyspielen erbauet wordensind, und die vortheilhaftesten Zeugnisse fürsie abgeleget hatten, so verwendete sich dieFrau von Maintenon für sie bey dem Könige,daß sie wieder in die Freyheit gesetzet wurde.
Also erwarben ihr die Verläumdungen, durchwelche man sie anzuschwärzen versuchet hatte,und ihr Arrest in dem Kloster der Heim-suchung den Schutz der mächtigsten und vereh-rungswürdigften Person , welche nach dem Kö-nige im Königreiche zu finden war.
Die Frau von Guyon kannte schon langeZeit die Frau Herivginn von Bethune, eine
Frau