Band 
Neunter Theil.
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Geschichte des Quietismus rc. 229

,, heit nichts entziehen, daß, um sich darin« xvn„ zu üben, es nicht nothwendig sey, eine be- 2ahrhm»*r„ sondere und wirkliche Eingebung zu erwar-„ ten, indem der Glauben mit der Hilfe der„ Gnade dazu hinlänglich ist; daß in dem be-„ schaulichen Leben, und dem erhabnesten Ee-„ bethe alle diese Acte in der Liebe schon ent«

„ halten sind, nicht weil sie die andern Tu»

„ genden »«nützlich und überflüßig machet,

„ sondern weil sie selbe ermuntert und ver-„ voUkvmmnet; daß die Betrachtungen über„ sich selbst, über die Handlungen, die man„ hervorbringt, über die Gaben , welche man„ empfangen hat, über den Gebrauch, den„ man davon machet von den Aposteln, von„ den vollkommensten Seelen, von dem grö-„ ßten Heiligen ausgeübet worden sind, und„ daß alle nach ihrem Beyspiele sie ausüben„ müssen; daß die Abtvdtungen und äußer-„ liehe Gebrauche der Busse allen Gläubigen„ wohl anständig sind, in wasfür einem Stande„ sie auch immer seyn mögen, und daß sie„ so gar oft nothwendig sind; daß das immer„ wahrende Gebeth nicht in einem einzigen und„ beharrlichen Akte bestehe, der keine Unters„ brechung hat, sondern in einer gewohnheit-„ lichen Neigung des Herzens und des Willens,

„ nichts zu thun, was Gott mißfällt, und alles„ zu thun, was ihm gefällt. Daß es keine„ andern authentische Uebergaben und von ei-„ ner gewissen Auctoritar in der Ordnung desP 3 ,, Glau-