Geschichte des Quietismus, rc. 2z r
ren auf, indem die Eommissarien sowohl über
den Grund der Sachen, als über die Art sich ^ '
auszudrücken, nicht allerdings einig waren.
Ein jeder aus ihnen hatte über einige Punk-ten, welche man sich vornahm zu bestimmen,Grundsätze, welche ihm eigen waren, und wel-che man erst nach vielen Untersuchungen ver-einigen konnte; es ist also wahr, daß dieseMaterien äußerst abstrakt, und sehr schwerder gewöhnlichen Sprache zu unterwerfen sind.
Die Arbeit der Eommissarien dauerte beynaheschon 8 Monathe, und alle diejenigen, wel-che aus verschiedenen Beweggründen an dieserSache Antheil nahmen, erwarteten den Aus-gang davon mit Ungeduld. Endlich wurdendie Artikel im Jahre 1695 den roten Märzunterzeichnet; der Herr von Fenelon wurdeim vorhergehenden Monathe Februar zum Erz-bischofe von Cambray ernannt: und der HrBoffuet, der ihn als seinen Schüler betrach-tete, wollte ihn weyhen, um dem Publikumzu erkennen zu geben, wie vielen Antheil eran seiner Erhebung gehabt habe, und wasfüreine aufrichtige Einigkeit zwischen ihnen herr-sche , obschon die Meynungen des einen nichtallezeit jene des andern gewesen sind.
Als die zu Jssy aufgesetzten 34 Lehrar-tikel der Frau von Guyon von Hr Dossuetübergeben wurden, so unterzeichnete diese Frau,welche sich allezeit in dem Kloster der HeimsuchungP 4 be.