Band 
Neunter Theil.
JPEG-Download
 

Geschichte des Quietismus, rc. 2zz

einhalte, den sie in ihrem Hause gemacht xvnhat, ihnen gar keine Unruhe verursachet, Iaordund.sondern viel mehr Gelegenheit zu einer gros-sen Auferbauung gegeben hatte; daß sie inihrem ganzen Betragen und allen ihren Wor»icn vrelSivfalr, Demuth, Abtödtung, Sanft«muth und Geduld bemerket hätten , und daßsie allzeit siür alles, rvaS von dem Glaubenabhängig ist, eine grosse Achtung habe sehenlassen, besonders eine zarte Andacht für dasGeheimniß der Einfleischung. Nachdem dieFrau von Guyon mit dielen wichtigen Schrif-ten versehen war, kam sie wieder nach Parismit dem Entschlüsse, allda ein einsames Lebenzu führen, sie sah aber nicht vor , daß ihreLagenoch ourch neue Stürme beunruhiget werdenkonnten.

Es schien auch in der That, daß nachdem glücklichen Beschluß? der Berathschlagun-gen von Issy und der Unterwirsigkeit derjeni-gen, welche sie verursachet hatte, die Ruhefür allezeit hergestellt seyn sollte. Aber esfehlte noch viel, daß die Anhänger und dieGegner der uneigennützigen Liebe gleichseitigmit demjenigen harten zufrieden seyn können,was man bisher gethan hatte «inersseits diekatholische Glaubenslehre, und anderseits dieLehren der Geistmänner in die Sicherheit zusetzten. Der H. Bischof von Meaux , der sichin der Lehre und der Sprache der MystikerP 5 durch