Geschichte des Quietismus, rc. 2Z5
Das Werk, auf welches der Hr. Bos.suet bedacht war, sollte eine vollkommene Ab. JabchundHandlung der mystischen Theologie werden.
Er nahm sich vor diesen weitschichtigen Ge-genstand in allen seinen Beziehungen darin»zu behandeln, also zwar, daß seine Arbeit,wenn sie vollendet worden wäre, anstatt alldesjenigen, was bisher von dieser Materiegesaget, oder geschrieben worden ist,hätte gebraucht werden können. Er hatteden Plan davon gezeichnet, und theilte ihnin fünf Theile; in dem ersten war sein End»zweck die Irrthümer der neuen Mystiker aus»zulegen, und zu zeigen, worinn ihre Lehregetadelt worden sey; in dem zweyten wollteer die Grundregeln des wahrhaften Gebethesfest setzen; der Gegenstand des dritten wardie Natur und das Verdienst der außeror«dentlichen Gebether, womit Gott manchmalfeine Diener begünstiget, nach den Regeln desGlaubens und nach den Meynungen der Zeu«gen der Uebergabe abzuwägen; seine Absichtwar in dem vierten die Prüfungen, welcheGott gewissen ausgewählten Seelen fühle»läßt, vom Grunde aus abzuhandeln , und wiesich die geprüften Seelen in einem so klip-penvollen Zustande ^verhalten haben; endlichwürde er in dem fünften die Meynungen derheiligen Lehrer über alle in den andern Thei»len aufgeklarte Punkten ausgeleget haben;
«r würde den wahren Sinn der rednerischen
Aus-