LZ6 n Abschnitt
xvil Ausdrücke, welche die Schriftsteller des Be-Iahrhund. trachtungswesen im Brauche, und welche dieneuen Mystiker mißbrauchet haben, bestimmethaben. Wir haben nur den ersten Theildieses grossen Werkes: es ist das vortrefiicheBuch, unter dem Titel: Unterricht über dieBeschaffenheit des Gebethes in 10 Bücherabgetheilet ist, und in welchen man dieseTiefsmnigkeir der Gedanken, diesen Ucberflußder Lehre, diese Stärke der Vernunft, unddiese Kraft der Schreibart stndt, welche allesdasjenige schildern, was aus der Feder diese-gelehrten Prälaten geflossen ist.
Während der Zeit als der H. Bossuetdiese wichtige Abhandlung zubereitete, undselber alle Augenblicke widmete, welche ihmfeine übrigen Beschäftigungen frey liessen, ar-beitete der H. von Fenelon seinerseits an ei-nem Werke, welches nicht weniger einen wich-tigen Gegenstand harte. Seine Absicht war,zu zeigen, daß die Lehre derjenigen, welcheman mit den Schülern des Molinos hat ver-mischen wollen nichts neues, nichts beun-ruhigends hatte, das den Glauben in eineGefahr seyen könnte, wie man dieses vielenfrommen Leuten, welche in diesen Gattungender Materien nicht geübet waren, hat weismachen wollen. Der H. Bischof von Meauz:wollte den Gläubigen die Gefahren des neuenbeschaulichen Lebens entdecken, indem er die
Lehre